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Broschüre 2017
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Beitrittserklärung

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Wirtschaftlichkeit des Projektes Bürgerbahnhof

Auch eine Genossenschaft muss wirtschaftlich denken und handeln. Wir haben daher eine umfangreiche Machbarkeitsstudie bei der Agentur Bahnstadt in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im März 2014 präsentiert wurden.
Neben der Entwicklung von Planungsentwürfen nahm dabei der Aspekt der wirtschaftlichen Berechnung einen großen Raum ein.

Wichtig ist für uns die Nachhaltigkeit der Investition. Im Gegensatz zu vielen heutigen Investorenprojekten ist eine Bürgergenossenschaft auf längere Zeiträume ausgerichtet. Das investierte Geld muss sich nicht in kurzen Zeiträumen rentieren. Ziel ist, den Bürgerbahnhof langfristig zu sichern.

Daher passt auch der Erhalt des soliden Gebäudes gut zum Genossenschaftsgedanken. Das sanierte Gebäude kann – vor allem, wenn es von der Genossenschaft liebevoll gepflegt wird – noch viele Jahrzehnte das Stadtbild prägen.

Sowohl von der Nutzung als auch aus wirtschaftlichen Gründen bilden die ebenerdigen Flächen das „Fundament“ für das Gesamtprojekt. Hier sollten die zentralen Bereiche (Reisezentrum, „Bahnhofshalle“, Gastronomie, Bahnhofsbuchhandlung, Touristeninformation, Fahrradladen o.ä.) untergebracht werden. Die Räume im Ober- und ev. auch im Dachgeschoss sollen für Praxen, Seminarräume oder Büros genutzt werden. Auch für diese Räumlichkeiten wird  auf Barrierefreiheit geachtet.

Die Baukosten für die Variante ohne sofortigen Dachausbau betragen 2,5 Mio Euro. An öffentlicher Förderung (LNVG, Metropolregionen, Landkreis) sind ca. 900.000 Euro realistisch. Von den verbleibenden 1,6 Mio. sollen mindestens 30% Eigenkapital möglichst jedoch 50 Prozent durch die Mitglieder der Genossenschaft aufgebracht werden. Der Rest soll durch Kredite finanziert werden.

Die jährlichen Mieteinnahmen von bis zu 160.000 Euro decken die Kosten für aufzunehmende Kredite, laufende Instandhaltung usw. und lassen eine angemessene Gewinn-Auszahlung an die Genossenschaftsmitglieder zu. Die eher vorsichtigen Berechnungen haben einen jährlichen Gewinn von 4 Prozent ergeben.

Eine  Genossenschaft wird wie jede Kapitalgesellschaft von einem Vorstand geführt und von einem durch die Mitglieder gewählten Aufsichtsrat kontrolliert. Grundlegende Entscheidungen können auch von Mitgliederversammlungen gefällt werden.

Laut Satzung arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat ehrenamtlich. Auch von pauschalen Aufwandsentschädigungen wird laut Beschluss der Gründungsversammlung vorerst abgesehen.

Die eigentlichen Sanierungsarbeiten werden sicherlich größtenteils professionell durchgeführt werden. Inwieweit hier Kosteneinsparungen durch ehrenamtliche Arbeit möglich sind, wird die weitere Entwicklung zeigen. Insbesondere für einen zusätzlichen Dachausbau, der sich laut Machbarkeitsstudie sogar positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirken würde, böte sich eine Eigenleistung der Genossenschaft sicherlich an.